Die Altstadt Coburg ist wirklich sehenswert in Bayern – und dabei noch ein Geheimtipp! Nur wenige wissen von der Pracht der historischen Herzogstadt mit Schloss, Veste und rund 1000 denkmalgeschützten Häusern. Ich war hier und habe Barbara Weiß kennengelernt. Sie hat zwei Häuser am Rand der Altstadt in der besten Wohngegend Coburgs renoviert und vermietet sie als Ferienwohnungen mit E-Auto Ladestation, kompletter Küche und allem, was du dir vorstellen kannst.
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Der Marktplatz Coburg: Das Zentrum der Residenzstadt
Der Marktplatz ist der absolute Mittelpunkt von Coburg und der perfekte Startpunkt für deine Erkundungstour durch die historische Altstadt. Das Besondere an diesem Stadtplatz: Er strahlt ein wirklich meisterhaftes Ensemble aus! Einerseits siehst du hier sehr glanzvolle herrschaftliche Häuser des Coburger Adels und anderseits die bürgerlichen Fachwerkhäuser. Hier trifft geschäftiges Treiben auf jahrhundertealte Traditionen. Die mächtigen Giebel und kunstvollen Erker bilden eine wunderbare Kulisse für einen Stadtbummel.
Prinz-Albert-Denkmal: Royaler Glanz mitten auf dem Platz

Mitten auf dem Coburger Marktplatz steht das unübersehbare Prinz-Albert-Denkmal. Es verleiht dem Platz seine ganz besondere royale Note. Das Bronze-Standbild erinnert an Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, den Ehemann der britischen Königin Victoria. Als der Prinzgemahl bereits mit nur 42 Jahren verstarb, gab die trauernde Queen Victoria das Denkmal höchstpersönlich in Auftrag. Im Jahr 1865 reiste die britische Monarchin sogar selbst nach Coburg, um die Statue feierlich zu enthüllen. Albert blickt seitdem als Ritters des Hosenbandordens nach Norden in Richtung Stadthaus und hält den Bauplan für den Londoner Kristallpalast in den Händen.
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Rathaus & Coburger Erker: Wie das „Bratwurstmännle“ Maß nimmt

An der Südseite des Marktplatzes siehst du das historische Rathaus. Der Bau wurde bereits im 15. Jahrhundert begonnen und erfuhr Ende des 16. Jahrhunderts seine prägende Erweiterung im Spätrenaissance-Stil. Markantes Blickfang-Highlight ist der weit vorkragende Coburger Erker: Das ist eine zweigeschossige Eckkonstruktion mit kunstvoll ausgearbeiteter Verzierung. Wirf unbedingt einen genauen Blick auf die Giebelspitze des Rathauses! Dort oben wacht die Figur des Heiligen Mauritius, dem Schutzpatron der Stadt. Die Coburger nennen die Statue schmunzelnd ihr „Bratwurstmännle“. Was es damit aus sich hat, verrate ich dir hier:
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Das Stadthaus: Meisterwerk der Spätrenaissance

Direkt gegenüber dem Rathaus steht das prächtige Stadthaus, das dem Coburger Rathaus die Schau stiehlt. Herzog Johann Casimir ließ die dreigeschossige Kanzlei um das Jahr 1600 durch seinen Hofbaumeister Peter Sengelaub errichten. Das Gebäude hat gleich zwei opulent verzierte zweigeschossige Eckerker – und damit doppelt so viele wie das Coburger Rathaus! Dazu kommen die farbenfrohen Wandmalereien an der Fassade. Sie stellen bedeutende Persönlichkeiten der herzoglichen Dynastie dar. Wenn du genau hinsiehst, entdeckst du an der Fassade auch eine Plastik des Coburger Mohren, des traditionellen Wappenbildes der Stadt.
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Die echte Coburger Bratwurst: Ein kulinarisches Must-Do
Ein Besuch auf dem Marktplatz ist unvollständig, ohne die berühmte Coburger Bratwurst direkt vor Ort probiert zu haben. Jeden Tag ist mindestens einer der traditionellen Bratwurstgrill-Wagen auf dem Marktplatz. Das absolut Einzigartige an der Zubereitung: Die Rostbratwürste werden traditionell nicht über Holzkohle, sondern über brennenden Kiefernzapfen gegrillt. Das harzige Feuer verleiht der Wurst ihr unverwechselbares, rauchig-würziges Aroma. Serviert wird das Ganze unkompliziert in einer hochkant aufgeschnittenen Semmel – ein echter Genuss im Vorbeigehen!
Erleben & Verweilen: Märkte, Cafés und Atmosphäre

Der Marktplatz dient nicht nur der Bewunderung historischer Architektur, sondern ist auch das Freiluft-Wohnzimmer der Stadt. Unter der Woche laden die Wochenmärkte mit frischen regionalen Produkten zum Einkaufen ein. An den Rändern des Markplatzes findest du Cafés und fränkische Gasthäuser, von deren Außenterrassen du das bunte Treiben auf dem Coburger Marktplatz beobachten kannst. Im Dezember wird der gesamte Marktplatz zum romantischen Coburger Weihnachtsmarkt.
Wo ist der Markplatz Coburg?
Wissenswert für Besucher
Vom Marktplatz Coburg kannst du direkt in die Spitalgasse gehen – das ist die Fußgängerzone mit den meisten Geschäften. Ebenfalls direkt vom Coburger Marktplatz kommst du in die prachtvolle Herrngasse. Sie führt dich in wenigen Minuten zum Schloss Ehrenburg. Lohnend ist auch der Spaziergang vom Marktplatz durch die Ketschengasse vorbei am Münzmeisterhaus zum Albertsplatz.
Häufige Fragen zum Marktplatz Coburg
Der Große Wochenmarkt öffnet jeden Mittwoch und Samstag von 8:00 bis 13:00 Uhr direkt auf dem Marktplatz. Falls dort Veranstaltungen stattfinden, weichen die Marktstände in die benachbarte Spitalgasse aus.
Der Gemüsemarkt mit Erzeugnissen von Direktvermarktern aus der Region Bamberg findet jeden Dienstag und Freitag von 8:00 bis 13:00 Uhr auf dem Marktplatz statt.
Nein, der Marktplatz liegt mitten in der Fußgängerzone und ist für den regulären Autoverkehr gesperrt. Hier kannst du in Coburg parken.
Zu den Highlights zählen das Samba-Festival im Juli (wo der Platz zur riesigen Tanzfläche wird) sowie der stimmungsvolle Coburger Weihnachtsmarkt im Dezember.
Ja, rund um den Marktplatz gibt es mehrere Cafés, Bäckereien und Gasthäuser mit großen Außenterrassen. Von Frühjahr bis Herbst kannst du hier hervorragend in der Sonne sitzen, einen Kaffee oder ein fränkisches Bier trinken.
Wenn du die Altstadt Coburg entdecken willst, solltest du auf jeden Fall zum Marktplatz kommen. Er ist sehr sehenswert und richtig prachtvoll für eine Kleinstadt wie Coburg. Natürlich kann er es nicht mit Großstädten wie dem Stephansplatz in Wien aufnehmen, aber das kann man von einer Kleinstadt auch nicht erwarten.

