Die Altstadt Coburg ist wirklich sehenswert in Bayern – und dabei noch ein Geheimtipp! Nur wenige wissen von der Pracht der historischen Herzogstadt mit Schloss, Veste und rund 1000 denkmalgeschützten Häusern. Ich war hier und habe Barbara Weiß kennengelernt. Sie hat zwei Häuser am Rand der Altstadt in der besten Wohngegend Coburgs renoviert und vermietet sie als Ferienwohnungen mit E-Auto Ladestation, kompletter Küche und allem, was du dir vorstellen kannst.
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Das Münzmeisterhaus in der Altstadt Coburg
Das Münzmeisterhaus in der Coburger Ketschengasse ist nicht einfach nur ein schönes historisches Gebäude. Es gilt als eines der ältesten und bedeutendsten Fachwerkhäuser Deutschlands. In diesem Guide erfährst du alles über die Geschichte dieses mittelalterlichen Ständerbaus, wie du es bei deinem Altstadt-Rundgang am besten erreichst und welche kleinen Details du an der Fassade unbedingt entdecken solltest.
Wissenswert über das Münzmeisterhaus
Wenn du durch die Ketschengasse in Richtung Marktplatz schlanderst, kannst du das Münzmeisterhaus eigentlich gar nicht übersehen. Es lohnt sich hier ganz besonders, kurz stehenzubleiben. Das Gebäude mit seinen auskragenden Obergeschossen ragt in die Gasse hinein und versetzt dich direkt ins späte Mittelalter.
Das Gebäude stammt im Kern aus dem Jahr 1333. Damit hat das Münzmeisterhaus fast sieben Jahrhunderte Stadtgeschichte, Kriege und Stadtbrände überdauert. Es ist ein rares und extrem gut erhaltenes Beispiel für einen mittelalterlichen Ständerbau. Statt vieler kleiner Fachwerk-Verzierungen, wie man sie aus späteren Epochen kennt, dominiert hier die tragende Holzkonstruktion. Nirgendwo sonst in Coburg ist das Fachwerk so wuchtig zu sehen.
Die Geschichte: Wo das Coburger Geld geprägt wurde
Seinen Namen trägt das Haus nicht ohne Grund. Es war jahrhundertelang der Stammsitz der angesehenen Patrizierfamilie Münzmeister von Rosenau. Als Münzmeister des Herzogtums besaß die Familie das königliche Privileg, Münzen zu prägen. Wenn du vor dem Haus stehst und das Wappen der Münzmeister von Rosenau betrachtest, wird klar, wie viel Einfluss und Reichtum diese Familie damals besaß.
Worauf du bei deinem Besuch achten solltest
Bei deinem Stopp vor dem Münzmeisterhaus gibt es ein paar spannende Details, die vielen Besuchern beim Vorbeigehen entgehen:
- Die auskragenden Geschosse: Die oberen Stockwerke ragen deutlich über das Erdgeschoss hinaus. Das war im Mittelalter keineswegs nur Deko: Zum einen gewann man dadurch wertvollen Wohnraum in der dicht bebauten Altstadt, zum anderen schützten die Überstände die unteren Holzkonstruktionen vor Regen.
- Der Erker: Der reich verzierte Sandsteinerker an der Front stammt aus einer späteren Umbauphase der Renaissance (um 1560). Er setzt einen wunderschönen stilistischen Akzent zum sonst rustikalen gotischen Fachwerk.
- Die historischen Schnitzereien: Schau dir die Knaggen (die hölzernen Stützbalken unter den Überständen) genauer an. Hier haben sich die mittelalterlichen Baumeister mit feinen Verzierungen und Masken verewigt.

Wo ist das Münzmeisterhaus in Coburg?
Das Münzmeisterhaus steht mitten in der Coburger Altstadt, in der Ketschengasse (Hausnummer 7) – einer der zentralen Gassen der Innenstadt. Vom Marktplatz aus erreichst du es in weniger als zwei Gehminuten, wenn du der Ketschengasse nach Süden folgst.
Kann man das Münzmeisterhaus von innen besichtigen?
Da sich das Gebäude in Privatbesitz befindet und unter anderem Geschäftsräume beherbergt, ist eine Innenbesichtigung der historischen Räume nicht möglich. Du kannst aber das Münzmeister auch von der anderen Seite bewundern – gehe dafür durch den öffentlichen Durchgang.
Beste Zeit für ein Foto:
Das beste Licht für ein Foto hast du am späten Vormittag oder frühen Nachmittag, wenn die Sonne in die Ketschengasse fällt und das dunkle Gebälk der Fassade besonders schön zur Geltung bringt. Am Abend ist die Fassade eher schattig und damit nicht mehr optimal.
Persönliche Tipps für dich:
Wenn du den öffentlichen Durchgang durch das Münzmeisterhaus nutzt, kannst du von der Kirche St. Moriz direkt in die Ketschengasse spazieren und bist ganz schnell beim sehenswerten Rathaus – oder umgekehrt. Das sind die schönsten Plätze in der Altstadt Coburg.
Häufige Fragen zum Münzmeisterhaus Coburg
Die ältesten Bauphasen des Ständerbaus gehen nachweislich auf das Jahr 1333 zurück. Damit gehört es zu den ältesten Profanbauten und Fachwerkhäusern in ganz Deutschland.
Bei der mittelalterlichen Ständerbauweise reichen die tragenden Eichenbalken (die Ständer) durchgehend vom Erdgeschoss bis hinauf zum Dachgespärre. Diese Konstruktion verlieh dem Bau seine enorme Stabilität über Jahrhunderte hinweg.
Ja, uneingeschränkt! Es liegt direkt auf der Route zwischen dem Marktplatz und den südlichen Teilen der Altstadt. Es kostet dich keine Extrazeit und gehört zu den faszinierendsten Fotomotiven, die Coburg zu bieten hat.
Neben dem Münzmeisterhaus in Coburg solltest du dir unbedingt das Plönlein in Rothenburg ob der Tauber anschauen.


