Veste Coburg

Die Altstadt Coburg ist wirklich sehenswert in Bayern – und dabei noch ein Geheimtipp! Nur wenige wissen von der Pracht der historischen Herzogstadt mit Schloss, Veste und rund 1000 denkmalgeschützten Häusern. Ich war hier und habe Barbara Weiß kennengelernt. Sie hat zwei Häuser am Rand der Altstadt in der besten Wohngegend Coburgs renoviert und vermietet sie als Ferienwohnungen mit E-Auto Ladestation, kompletter Küche und allem, was du dir vorstellen kannst.

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Veste Coburg – Die „Fränkische Krone“ über der Residenzstadt

Die Veste Coburg zählt zu den größten und am besten erhaltenen Burganlagen Deutschlands. Hoch über der Stadt prägt die imposante Festungsanlage seit Jahrhunderten das Landschaftsbild und trägt völlig zu Recht den Beinamen „Fränkische Krone“.

Stell dir vor, du stehst oben auf den Burgwällen, schaust weit über das ganze Coburger Land und denkst dir einfach nur: Wahnsinn! Die Veste Coburg – oder die „Fränkische Krone“, wie sie hier alle stolz nennen – ist nicht einfach nur irgendeine alte Burg. Sie ist riesig, unglaublich gut erhalten und versprüht diesen monumentalen Ritterburg-Vibe, den man sonst eigentlich nur aus dem Film kennt.

Wo einst die Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha herrschten und Martin Luther während des Augsburger Reichstags Zuflucht fand, erstreckt sich heute ein historisches und kulturelles Gesamtkunstwerk von europäischem Rang. Die mächtige Doppelanlage verbindet mittelalterliche Wehranarchitektur, Renaissance-Bauten und kunsthistorische Sammlungen von Weltruf.

Persönlicher Tipp des Autors:

Ich habe mir für den Hinweg den schönsten Weg ausgesucht: direkt vom Schlossplatz aus hoch durch den malerischen Hofgarten. Der Weg geht im Schatten der alten Bäume zwar etwa 20 bis 30 Minuten gut bergauf, aber der Spaziergang lohnt sich absolut. Wer keine Lust auf Laufen hat, kann im Sommer übrigens auch ganz entspannt mit dem kleinen Veste-Express vom Marktplatz hochfahren.

Veste Coburg - Die „Fränkische Krone“
Veste Coburg – Die „Fränkische Krone“
Die Veste Coburg ist wirklich eine prunkvolle Anlage
Die Veste Coburg ist wirklich eine prunkvolle Anlage

Uneinnehmbare Mauern und tolle Aussichten

Oben angekommen, haut dich die Anlage erst einmal um. Du gehst über tiefe Burggräben, durch alte Tore und stehst plötzlich vor gigantischen Basteien. Man spürt sofort, warum diese Landesfestung früher als absolut uneinnehmbar galt. Die Aussicht von den Wällen ist einfach der Hammer: Bei klarem Wetter blickst du weit über den Thüringer Wald und gefühlt bis hinunter ins Maintal.

Richtig spannend wird es aber im Inneren der Höfe. Die Veste ist nämlich nicht nur ein Haufen alter Steine, sondern hat richtig Geschichte auf dem Buckel. Im Jahr 1530 hat sich hier Martin Luther für ein halbes Jahr verschanzt, weil er unter Reichsacht stand und sein Leben auf dem Spiel stand. Während seine Kumpels in Augsburg verhandelten, hat er hier oben die Bibel übersetzt und fleißig Schriften verfasst. Sein ehemaliges Zimmer ist als Lutherzimmer erhalten. Er schätzte die Abgeschiedenheit der Burg, die er in seinen Briefen humorvoll als „Reich der Krähen“ bezeichnete. Du kannst das Lutherzimmer heute anschauen – total faszinierend, an so einem historischen Ort zu stehen!

Kunstschätze von Weltruf im Burginneren

Und dann sind da noch die riesigen Kunstsammlungen der Veste Coburg. Normalerweise bin ich im Museum schnell durch, aber was die Coburger Herzöge hier zusammengetragen haben, ist der Wahnsinn. Es gibt weltberühmte Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren, eine richtig große Rüstkammer mit echten Ritterrüstungen und ein Kupferstichkabinett mit Originalen von Albrecht Dürer.

Mein absolutes persönliches Highlight waren aber die jahrhundertealten, komplett vergoldeten Prunkkutschen und Prunkschlitten – da sieht man erst einmal, was für ein unglaublicher Luxus damals am Hof herrschte. Es ist wohl eine der weltweit ältesten und besterhaltenen Sammlungen.

Du kannst auch das Glasmuseum auf der Veste besuchen. Es genießt international einen hervorragenden Ruf und umfasst wertvolle Trinkgläser, Barockpokale und venezianische Glaskunst aus mehreren Jahrtausenden. Mich persönlich hat es nicht angesprochen, viele andere Besucher finden das wohl spannend.

Wo ist die Veste Coburg?

Praktische Tipps für deinen Besuch

Wenn du selbst mal hinfährst, nimm dir am besten mindestens drei Stunden Zeit. Wenn du gemütlich durch die Höfe schlendern, die Aussicht genießen und dich durch die Ausstellungen treiben lassen willst, verfliegt die Zeit wie im Flug! Allein für den Außenbereich der Veste (Höfe, Wälle und Aussichtspunkte) solltest du etwa 1 Stunde einplanen.

Der schönste Weg zur Veste führt vom Schloss Ehrenburg bzw. dem Palais Edinburgh direkt durch den Hofgarten. Der meist schattige Weg führt stellenweise stark steigend über Treppen hinauf. Mittendrin genießt du den Landschaftspark. Der Weg von der Altstadt Coburg hinauf dauert etwa 20 bis 30 Minuten und bietet auch einige Ausblicke.

Häufige Fragen zur Veste Coburg

Kostet die Veste Coburg Eintritt?

Das Begehen der Außenanlagen, Höfe und Burgwälle ist frei zugänglich und kostenlos – perfekt, um einfach nur die Aussicht über den Thüringer Wald und das Coburger Land zu genießen. Eintritt zahlen musst du nur, wenn du die Innenräume und die Kunstsammlungen besichtigen möchtest.

Kann man die Veste Coburg besichtigen?

Ja, die Innenräumde der Veste Coburg sind für Besucher geöffnet. Du findest hier Museen in den historischen Räumen.

Kann man mit dem Auto zur Veste Coburg fahren?

Ja, du kannst von Coburg hinauf zur Veste fahren. Dort oben gibt es einen Parkplatz, von ihm führt ein Fußweg 750 Meter bis zum Tor der Veste.

Veste Coburg oder Schloss Neuschwanstein?

Beide Gebäude sind sehenswert. Die Veste Coburg ist in Hinblick auf die Besucher eher ein Geheimtipp, das Schloss Neuschwanstein wird geflutet von Leuten – den schönsten Blick hast du dort von der Marienbrücke Neuschwanstein.

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