Die Altstadt Coburg ist wirklich sehenswert in Bayern – und dabei noch ein Geheimtipp! Nur wenige wissen von der Pracht der historischen Herzogstadt mit Schloss, Veste und rund 1000 denkmalgeschützten Häusern. Ich war hier und habe Barbara Weiß kennengelernt. Sie hat zwei Häuser am Rand der Altstadt in der besten Wohngegend Coburgs renoviert und vermietet sie als Ferienwohnungen mit E-Auto Ladestation, kompletter Küche und allem, was du dir vorstellen kannst.
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Palais Edinburgh: Ein Palast für den britischen Prinzen
Das Palais Edinburgh liegt direkt am Coburger Schlossplatz (Hausnummer 5) und geht auf die enge Verbindung zwischen dem Herzogshaus Sachsen-Coburg und Gotha und dem britischen Königshaus zurück. Das Gebäude erlebte Ende des 19. Jahrhunderts seine Blütezeit als Residenz für Prinz Alfred, den Herzog von Edinburgh. Heute beherbergt das historische Bauwerk die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Coburg. In diesem Guide erfährst du alles über die Geschichte des Palais, seine Architektur und seine heutige Funktion.
Die Entstehung des Gebäudes geht auf das Jahr 1845 zurück, als der Bau am nordöstlichen Rand des Schlossplatzes errichtet wurde. Seine historische Bedeutung erlangte das Anwesen am Ende des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1893 trat Prinz Alfred von Großbritannien und Irland, der II. Herzog von Edinburgh und zweitältester Sohn von Königin Victoria, das Erbe im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha an. Um dem herzoglichen Paar einen adäquaten, repräsentativen Wohn- und Amtssitz direkt am zentralen Residenzplatz zu bieten, wurde das Anwesen in den Jahren 1894 bis 1896 nach Entwürfen des Hofbaumeisters Georg Roth aufwendig umgebaut und erweitert. Nach seinem namhaften Bewohner erhielt das Bauwerk den Titel Palais Edinburgh.

Architektur: Hochherrschaftliche Neorenaissance
Das Palais Edinburgh besticht durch seine elegante Schaufassade im Stil der Neorenaissance, die sich in das Gesamtensemble des Schlossplatzes einfügt:
- Die Schaufassade: Der mehrgeschossige Sandsteinbau zeigt eine symmetrische und klare Gliederung mit aufwendig verzierten Fenstereinfassungen und klassizistischen Giebelelementen.
- Repräsentativer Säulenbalkon: Ein markanter Blickfang an der Hauptfassade ist der mächtige, säulengestützte Balkon im ersten Obergeschoss, der dem Gebäude eine herrschaftliche Note verleiht.
- Historische Pracht im Inneren: Das Gebäude wurde so gestaltet, dass es den Ansprüchen royaler Repräsentation entsprach – mit großzügigen Empfangsräumen, stuckverzierten Decken und einem eleganten Treppenhaus.
Heutige Nutzung: Hauptsitz der IHK Coburg
Nach dem Ende der Monarchie wandelte sich die Zweckbestimmung des historischen Palais. Seit 1952 dient das Palais Edinburgh als Hauptsitz der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Coburg. Das Gebäude beherbergt die Büros, Tagungsräume und den Sitzungssaal der Handelskammer. Durch kontinuierliche und denkmalgerechte Sanierungen ist das historische Erscheinungsbild der Außenfassade bis heute perfekt erhalten geblieben.
Wo ist das Palais Edinburgh?
Das Palais liegt direkt an der Nordostseite des Schlossplatzes (Adresse: Schlossplatz 5), genau zwischen der Veste-Auffahrt und dem historischen Bürglaß.
Bei einem Spaziergang über den Schlossplatz lässt sich das Palais ideal mit der Besichtigung von Schloss Ehrenburg, dem Landestheater und einem Abstecher durch die Herrngasse oder in den Hofgarten verbinden.
Häufige Fragen zum Palais Edinburgh Coburg
Nein, leider nicht. Da das Gebäude heute als Verwaltungs- und Kammersitz der IHK Coburg genutzt wird, gibt es keinen touristischen Museumsbetrieb. Die Schaufassade lässt sich jedoch wunderbar von außen bei einem Rundgang über den Schlossplatz betrachten.
Prinz Alfred (1844–1900) war der vierte Nachkomme von Queen Victoria und Prinz Albert. Durch den Tod seines Onkels Herzog Ernst II. wurde er 1893 regierender Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha.


